Deutsche Reizdarmselbsthilfe e.V.
www.reizdarmselbsthilfe.de
Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen
www.dgvs.de
American Gastroenterological Association (AGA)
www.gastro.org
American College of Gastroenterology (ACG)
www.gi.org
British Society of Gastroenterology (BSG)
www.bsg.org.uk
Schweizerische Gesellschaft für Ernährung
www.sge-ssn.ch
Viele Patienten beschreiben eine Zunahme ihrer Beschwerden nach Genuss bestimmter Nahrungsstoffe wie Fett, Hülsenfrüchte, rohes Gemüse, Gewürze, Alkohol, Kaffee und Milchprodukte. Jede Nahrungsaufnahme, auch bei Gesunden, verursacht DickdarmkontraktionenNormales Zusammenziehen der Darmwand; wodurch der Darminhalt vorwärts bewegt wird. und kann innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach dem Essen zum StuhldrangNormales Gefühl, Stuhl entleeren zu müssen. Krankhaft nur, wenn nach dem Stuhlgang weiter besteht. führen. Bei Personen mit Reizdarmsyndrom kann diese natürliche Reaktion, der Stuhl-Drang früher auftreten und von Krämpfen und/oder Durchfall begleitet sein. Bei starken Blähungen oder Durchfall nach Genuss von Milchprodukten kann eine MilchzuckerunverträglichkeitUnverträglichkeit von Milchzucker, bei der genetisch bedingt das Enzyms Lactase im Dünndarm fehlt. Deshalb kann der Miichzucker nicht aufgenommen werden und bleibt im Darm. Führt zu Durchfall, Bauchschmerz und Blähungen. (Laktoseintoleranz) und nach Genuss von Früchten oder zuckerhaltigen Speisen eine Fruktoseintoleranz vorliegen. Echte Nahrungsmittelallergien sind generell, und auch beim Reizdarmsyndrom äusserst selten. Es gibt keine generelle Diätempfehlung, da der Einfluss der Ernährung auf die Reizdarmsymptomatik individuell sehr verschieden ist. Bei starken Beschwerden kann eine Ernährungsberatung hilfreich sein, die die individuelle Verträglichkeit bestimmter Speisen berücksichtigt. Das Führen eines Ernährungs-Tagebuches erleichtert dabei die Bestimmung der subjektiven Nahrungsintoleranz. Generell gelten für Patienten mit ReizdarmFunktionelle Darmerkrankung ohne organische Ursache mit Schmerzen im Unterbauch und verändertem Stuhlverhalten (= Colon irritabile, spastisches Kolon, Reizdarmsyndrom, Englisch: Irritable bowel syndrome (IBS)) ähnliche Empfehlungen wie für alle anderen Menschen auch, auf eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung zu achten. Dabei ist zu bemerken, dass die Umstellung auf mehr Ballaststoffe (faserreiche Kost) in einigen Studien die Reizdarmbeschwerden sogar verschlechtert haben.
Bei nachgewiesener ZöliakieSprue. Allergie gegen Gluten in Getreide (Weizen, Roggen, Hafer, Gerste), die zu einem Abbau der Darmzotten führt und bei vielen, aber nicht allen Patienten zu Symptome wie Durchfall oder Blutarmut hervorruft. (SprueZöliakie. Allergie gegen Gluten in Getreide (Weizen, Roggen, Hafer, Gerste), die zu einem Abbau der Darmzotten führt und bei vielen, aber nicht allen Patienten zu Symptome wie Durchfall oder Blutarmut hervorruft.), muss eine konsequente Diät eingehalten und überwacht werden. Diese Diät bedarf der Schulung durch eine professionelle Ernährungsberatung.
Zuletzt aktualisiert am 25.10.2010 von Mauro Peduzzi.