Wie wird sich die Krankheit in der Zukunft verhalten? Gibt es eine Heilung?

Die Ursache des Reizdarmsyndroms ist unbekannt und es gibt keine „Heilung“ für diese Krankheit. Aber, das Reizdarmsyndrom ist keine gefährliche Erkrankung und führt nicht zu Krebs. Trotzdem kann es die Lebensqualität, Leistungs- und Arbeitsfähigkeit stark beeinträchtigen. Die Beschwerden können über einen sehr langen Zeitraum (Jahre) bestehen und während dieser Zeit an Intensität zu- oder abnehmen. Auch längere beschwerdefreie Phasen sind häufig. Die Hälfte der Betroffenen wird über einen Zeitraum von 5 Jahren spontan oder nach entsprechender Behandlung wieder beschwerdefrei.

Die Behandlung des Reizdarmes richtet sich nach den vorherrschenden Symptomen, mit dem Ziel, Schmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung zu beseitigen oder zumindest zu lindern. In Abhängigkeit vom Schweregrad der Erkrankung und den vorwiegenden Symptomen wird ein individueller Therapieplan erstellt. Wichtig für den Behandlungserfolg ist, dass die Betroffenen über den gutartigen Charakter des Reizdarmsyndroms aufgeklärt werden, insbesondere um Ängste vor einer schweren Erkrankung (v.a. Krebsangst) zu nehmen. Der weitaus grösste Teil der Patienten leidet an leichten Symptomen, die durch ärztliches Gespräch, medikamentöse Behandlung und Vorschläge zur Änderung der Ernährung und des Lebensstils deutlich gebessert werden können. Im Gegensatz dazu steht eine geringere Anzahl an Patienten mit schwergradigem Reizdarmsyndrom. Diese Gruppe beträgt etwa 3-5 Prozent der Patienten, die in ärztlicher Behandlung stehen. Bei diesen Patienten sind oft therapieresistente Schmerzen mit psychosozialen Problemen assoziiert.

Zuletzt aktualisiert am 25.10.2010 von Mauro Peduzzi.

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